wiwi_aktuell Vortrag: Rechtsradikalismus in Ostdeutschland: Territorialisierungen und Stigmatisierung

Veranstaltungszeiten

17.01.2019 bis 17.01.2019, 16:00 - 17:30

Veranstaltungsort

Raum: Z.1.08
Hauptgebäude, Zentraltrakt Ebene 1

Veranstalter

Institut für Geographie und Regionalforschung

Kurzfassung

Die bundesdeutsche Debatte um rechtsradikale Aktivisten und ihre Aktivitäten ist stark durchsetzt von geographischen und symbolischen Regionalisierungen: Eine der eindrücklichsten und hartnäckigsten räumlichen Zuweisung besteht in der Behauptung, Rechtsradikalismus sei ein – vor allem auch (sozial)historisch gewachsenes – explizit ostdeutsches Phänomen. Auch die Wahrnehmungs- und Wahlerfolge rechtspopulistischer Gruppen und Parteien – wie etwa der AfD – seien stark mit einer ostdeutschen Spezifik erklärbar. Die politische Geographie der Alten/Neuen Rechten weist tatsächlich Unterschiede, etwa in unterschiedlichen Wahlgeographien Ost- und Westdeutschlands oder auch den ökonomischen und sozialen Strukturen peripherisierter Regionen auf. Allerdings werden auch hier Phänomene oftmals mit Analysen und Erklärungsansätzen vermischt bzw. verwechselt. Im Vortrag werden einzelne Thesen zu Genese und Diskursen um einen spezifisch ostdeutschen Rassismus und Rechtsradikalismus vorgestellt und Bezüge, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Vergleich der Situationen in Deutschland und Österreich diskutiert.

Vortragende(r)

Dr. Thomas Bürk IB Hochschule Berlin

Kontakt

Birgit Schaller [ Email: birgit.schaller@aau.at ]