521.532 (17W) Medienlinguistik

Wintersemester 2017/18

Anmeldefrist abgelaufen.

Erster Termin der LV
13.10.2017 18:00 - 19:30 , N.2.35
... keine weiteren Termine bekannt

Überblick

Lehrende/r
LV-Titel englisch
Media linguistics
LV-Art
Proseminar (prüfungsimmanente LV )
Semesterstunde/n
2.0
ECTS-Anrechungspunkte
6.0
Anmeldungen
12 (35 max.)
Organisationseinheit
Unterrichtssprache
Deutsch
LV-Beginn
13.10.2017
eLearning
zum Moodle-Kurs

LV-Beschreibung

Intendierte Lernergebnisse

Ad Fach- und Methodenkompetenz: Kenntnisse unterschiedlichster sprachwissenschaftlicher und sprachphilosophischer Perspektiven betreffend massenmediale nicht-lineare bzw. multimodale Texte und deren unterschiedlichste Darstellungsformen bzw. deren Textdesign, Kenntnisse bezüglich dynamisch-pragmatischer Zeichentheorien sowie Kenntnisse der Grundzüge der Social Semiotics, Kenntnisse über die Funktionsweisen und die intentionale Gestaltung massenmedialer Texte bzw. Kommunikate, kritische Medienrezeption unter Miteinbezug unterschiedlichster Kontexte und Schärfung der Medienkompetenz im Allgemeinen sowie Reflexion über die Wirkung des jeweiligen Mediums bzw. der jeweils verwendeten Modi im Speziellen
Ad Persönlichkeits- und Sozialkompetenz: Medienkompetenz, kommunikative Kompetenz, Reflexionsfähigkeit

Lehrmethodik

Vortrag - Vorstellung von Theorien und Methoden sowie praktischen Beispielen zu multimodalen Texten unterschiedlichster Trägermedien (auch aus dem Social Web), Kurzpräsentationen der LV-TeilnehmerInnen zu multimodalen Beispieltexten unterschiedlichster Trägermedien, Beispielanalysen im Rahmen der schriftlichen Arbeit, Lektüre ausgewählter Texte zur Multimodalität und massenmedialen Kommunikation (die Texte werden in der Lehrveranstaltung ausgeteilt bzw. auf Moodle zur Verfügung gestellt)


Inhalt/e

Im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen multimodale massenmediale Texte bzw. Kommunikate (also etwa Text-Bild-Ton-Konglomerate, d. h. Texte zusammengesetzt aus unterschiedlichsten semiotischen Modi) und insbesondere deren potentielle Funktionen und Wirkungen. Diskutiert werden u. a. Texte aus den Printmedien und aus der Werbung sowie Texte aus dem WWW und Web 2.0 (Social Web/Facebook).

Medien sind ubiquitär geworden und multimodale Texte erscheinen als die prototypische Textform der gegenwärtigen massenmedialen Kommunikation ("multimodal turn"). Jeder Rezipient nimmt im Alltag täglich zahllose massenmediale, vorwiegend nicht-lineare Texte – also nicht sequentielle Textformen ohne festen Anfang und ohne festes Ende –, Bilder und andere Zeichen bzw. multimodale Zeichengebilde wahr. Die Medien sowie die sich in ihnen entwickelnden Konstitutions- und Darstellungsformen von Wissen prägen unsere Sicht der Welt und beeinflussen unser soziales und gesellschaftliches Handeln. Aufgrund dessen, dass wir in zunehmendem Maße das, was wir wahrnehmen und kommunizieren, mithilfe der Medien bzw. durch diese wahrnehmen und kommunizieren, kann die zentrale Rolle von Printmedien, Radio, Fernsehen und vor allem und gerade auch die des Universalträgermediums Internet –  in Bezug auf das Leben eines jeden Einzelnen und insbesondere auf die Gesellschaft als Kollektiv – gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der kognitive und kommunikative Umgang mit den neuen medientechnischen Möglichkeiten erfordert jedoch – sowohl auf Produzenten- als auch auf Rezipientenseite – auch ein spezielles Wissen, respektive spezielle Kenntnisse über die Nutzung der neuen Medien und damit zugleich auch ein Bewusstsein über die ihnen inhärenten Manipulationspotentiale. Die angesprochene Medienkompetenz umfasst also keineswegs nur die Beherrschung technischer Fähigkeiten im Umgang mit Medien, sondern vor allem und insbesondere ein Metawissen bezüglich unterschiedlichster massenmedialer Darstellungsformen (spezifische Charakteristika und Wirkungen unterschiedlichster kommunikativer Modi, wie Text, Bild etc.) und auch ein reflektiertes Herangehen an die Rezeption massenmedialer Texte im Wissen um deren Eingebettetsein in unterschiedlichste Kontexte (institutionelle, ökonomische, kulturelle etc.) und die daraus resultierenden Wechselwirkungen und Dynamiken.

In der Lehrveranstaltung werden in Hinblick auf diese Tatsache und mit einem Fokus auf das für Medienprodukte des 21. Jahrhunderts speziell im Bereich der Printmedien und der elektronischen Medien typische multimodale Textdesign theoretische Fragestellungen problematisiert bzw. diskutiert und zudem wird auch praktisch mit nicht-linearen bzw. multimodalen Texten gearbeitet, um semiotische Prinzipien aufzuzeigen, die solchen multimodalen Kommunikaten zugrunde liegen, sodass deren wissenskonstituierende, aber zugleich auch potentiell manipulative Kraft erkennbar wird und letztendlich sowohl die Gestaltung solcher Texte als auch deren Rezeption bewusster angelegt werden kann.

Es soll sowohl ein Überblick über die Entwicklung linguistischer bzw. auch sprachphilosophischer Beschäftigung mit dem Thema gegeben als auch über diesbezüglich aktuelle Untersuchungen diskutiert werden. Es werden in diesem Kontext sowohl medientheoretische und mediengeschichtliche als auch  textlinguistische, semiotische und pragmatische Ansätze vor allem auch in Bezug auf neue Medien vorgestellt und kritisch betrachtet werden.

Literatur

Literaturliste folgt

Zur Einführung: 

Bucher, Hans-Jürgen (2011): Multimodales Verstehen oder Rezeption als Interaktion. Theoretische und empirische Grundlagen einer systematischen Analyse der Multimodalität. In: Diekmannshenke, Hajo/Klemm, Michael/Stöckl, Hartmut (Hrsg.): Bildlinguistik. Theorien – Methoden – Fallbeispiele. Berlin: Schmidt (= Philologische Studien und Quellen 228), S. 123-156.

Stöckl, Hartmut (2011): Sprache-Bild-Texte lesen. Bausteine zur Methodik einer Grundkompetenz. In: Diekmannshenke, Hajo/Klemm, Michael/Stöckl, Hartmut (Hrsg.): Bildlinguistik. Theorien – Methoden – Fallbeispiele. Berlin: Schmidt (= Philologische Studien und Quellen 228), S. 45-70.

Online verfügbar:

https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb2/prof/MED/POM/Bucher_2011-Multimodales-Verstehen.pdf

http://stoeckl.sbg.ac.at/Stoeckl/Publikationen_2_files/Stoeckl_%20Sprache-Bild-Texte_2010.pdf


Intendierte Lernergebnisse

Professional competence: Knowledge of various linguistic and philosophical perspectives and theories concerning non-linear respectively multimodal texts in mass media communication and their different kinds of representation and text-design, knowledge of dynamic-pragmatical approaches within the field of semiotic studies and knowledge of the basics of Social Semiotics, knowledge of functions, the intentional design and the making of multimodal texts in the context of mass media, critical media reception by taking note of various contexts, achieving improvement in media competence (“media literacy”)

Social and personal skills: media competence, communicative competence, ability to reflect on different kinds of mass media texts

Lehrmethodik

Lecture, conveying knowledge by presentations, discussions etc.


Inhalt/e

The course deals with multimodal texts in mass media communication, an important topic within the field of applied linguistics (e.g. text-image-sound-conglomerates, i.e. texts made up of different semiotic modes). Examples of a variety of texts will be discussed, such as journalistic and advertising texts and hypertexts (WWW- and Web 2.0-based – with a special focus on the Social Web/Facebook).

Media are ubiquitous and multimodal texts seem to be the prototypical texts in contemporary mass media communication ("multimodal turn"). In current mass media communication of the twenty-first century, each reader respectively recipient is surrounded by and notices a big number of mainly non-linear texts (referring to non-sequential texts without a fixed beginning or end), images and other signs or rather multimodal text formations of the mass media. The media and their inherent potential of constituting and representing knowledge form our view of the world and affect our social and corporate actions. Due to the fact that we communicate and experience nearly everything more and more via different types of media, the present-day newspapers and magazines, radio, TV and most notably the universal supporting medium internet (net-based communication) play a dominant role concerning everybody’s life and social life as well. This fact should not to be underestimated. However, the cognitive and communicative handling of new technical and communicative options in mass media requires special knowledge – or rather special skills – about how to use new forms of mass media communication and it also requires – on producer's side as well as on recipient's side – awareness of the manipulation potentials inherent to them. The mentioned competence in mass media communication is therefore not only including the mastering of technical skills, it is also including having a kind of metaknowledge concerning different mass-media representation forms (specific characteristics and effects of different communicative modes such as text, image etc.). Moreover, a reflected approaching to the reception of mass-media texts is required by considering that those texts are embedded in different contexts (institutional, economical, cultural etc.), which causes interdependencies and dynamic processes as well. Considering these facts with a focus on the multimodal text design (the prototypical text design of current newspaper and magazine texts as well as of hypertexts in the WWW) the course deals with explaining and discussing theoretical problems. Moreover, practical work with non-linear/multimodal texts will also be done in order to demonstrate and identify underlying semiotic principles of these texts. In this way, their potential of constituting knowledge but also their potential of manipulative power is made visible, so that finally the composition as well as the reception of these texts is being done accordingly.

Additionally, an overview of the development of linguistic and also philosophical research on this topic as well as perspectives on the contemporary work and research concerning multimodal texts in the mass media will be given. In this context, media theory and media history will be considered and discussed as well as text-linguistic, semiotic and pragmatic approaches to mass media research – always with a special focus on innovative new media.

Prüfungsinformationen

Prüfungsmethode/n

Kurzpräsentation und schriftliche Abschlussarbeit (12-15 Seiten), dabei kann bei der Themenwahl ein individueller Fokus gesetzt werden, analysiert werden können anhand der vorgestellten Theorien und Methoden multimodale Texte unterschiedlichster Trägermedien (Nachrichten- und/oder Werbetexte aus Zeitungen, Zeitschriften/Magazinen, multimodale Produkt- bzw. Plakatwerbung, Kommunikate aus Rundfunk /Fernsehen und Radio sowie aus dem Universalmedium Internet, Texte bzw. Kommunikate aus der Web 2.0.-Kommunikation/dem Social Web – auch unter dem Blickwinkel des Verschwimmens der Grenzen von privatem und öffentlichem Diskurs)

Beurteilungskriterien/-maßstäbe

Die Note setzt sich zusammen aus der Kurzpräsentation, der schriftlichen Arbeit sowie der Mitarbeit/Anwesenheit.  

Da das Proseminar eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung ist, sollte die Obergrenze von maximal drei Fehleinheiten (zu je 90 Minuten) nicht überschritten werden.

Beurteilungsschema

Note/Grade Benotungsschema

Position im Curriculum

  • Lehramtsstudium Unterrichtsfach Deutsch (SKZ: 333, Version: 04W.7)
    • 1.Abschnitt
      • Fach: Sprachwissenschaft (Pflichtfach)
        • 2.1 Linguistik ( 2.0h PS, VO / 3.0 ECTS)
          • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 3.0 ECTS)
  • Lehramtsstudium Unterrichtsfach Deutsch (SKZ: 333, Version: 04W.7)
    • 2.Abschnitt
      • Fach: Sprachwissenschaft (Pflichtfach)
        • 1.2 Linguistik ( 2.0h PS, VO / 3.0 ECTS)
          • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 3.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 15W.1)
    • Fach: Ältere Deutsche Sprache und Literatur und Sprachwissenschaft (Wahlfach)
      • 1.2.2 Sprachwissenschaft ( 0.0h VO, VK, PS, SE / 19.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 15W.1)
    • Fach: Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (Wahlfach)
      • Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache ( 0.0h VO, VK, PS, SE / 36.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 15W.1)
    • Fach: Gender Studies und Germanistik (Wahlfach)
      • 1.5.2 Germanistik, nach Wahl aus § 10 (1) 1.1-1.4 ( 0.0h VO, VK, PS, SE / 24.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 15W.1)
    • Fach: Sprachwissenschaft / Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (Pflichtfach)
      • 5.3 Germanistische Linguistik ( 0.0h PS / 6.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 17W.1)
    • Fach: Sprachwissenschaft / Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (Pflichtfach)
      • 5.3 Germanistische Linguistik ( 0.0h PS / 6.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
          Absolvierung im 3., 4. Semester empfohlen
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 17W.1)
    • Fach: Ältere Deutsche Sprache und Literatur und Sprachwissenschaft (WF) (Wahlfach)
      • 1.2.2 Sprachwissenschaft ( 0.0h VO, VK, PS, SE / 19.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
          Absolvierung im 2., 3., 4., 5., 6. Semester empfohlen
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 17W.1)
    • Fach: Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (WF) (Wahlfach)
      • Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache ( 0.0h VO, VK, PS, SE / 36.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
          Absolvierung im 2., 3., 4., 5., 6. Semester empfohlen
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 17W.1)
    • Fach: Gender Studies und Germanistik (WF) (Wahlfach)
      • 1.5.2 Germanistik, nach Wahl aus § 10 (1) 1.1-1.4 ( 0.0h VO, VK, PS, SE / 24.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
          Absolvierung im 2., 3., 4., 5., 6. Semester empfohlen
  • Bachelorstudium Germanistik (SKZ: 617, Version: 05W.2)
    • Fach: Sprachwissenschaft (Pflichtfach)
      • 4.4 Germanistische Linguistik ( 2.0h PS / 6.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Masterstudium Germanistik (SKZ: 817, Version: 15W.1)
    • Fach: Ältere Deutsche Sprache und Literatur / Sprachwissenschaft / Deutsch als Fremd-/Zweitsprache (Wahlfach)
      • 2.2 Ergänzung ( 0.0h VO, PS, VK / 12.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Masterstudium Germanistik (SKZ: 817, Version: 05W.1)
    • Fach: Wahlfachbündel 2: Ältere Deutsche Sprache und Literatur / Sprachwissenschaft / DaF/DaZ (Wahlfach)
      • 2.2 Ältere Deutsche Sprache und Literatur / Sprachwissenschaft / DaF/DaZ ( 4.0h PS, VK, VO / 12.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Masterstudium Germanistik (SKZ: 817, Version: 05W.1)
    • Fach: Wahlfachbündel 2: Ältere Deutsche Sprache und Literatur / Sprachwissenschaft / DaF/DaZ (Wahlfach)
      • 2.3 Ältere Deutsche Sprache und Literatur / Sprachwissenschaft / DaF/DaZ ( 2.0h PS, VO / 6.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)
  • Erweiterungscurriculum Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in der Lehre – Vermittlungskompetenz (Lehrqualifikation) (Version: 15W.1)
    • Fach: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in der Lehre – Vermittlungskompetenz (Lehrqualifikation) (Pflichtfach)
      • Proseminar Linguistik ( 0.0h PS / 6.0 ECTS)
        • 521.532 Medienlinguistik (2.0h PS / 6.0 ECTS)

Gleichwertige Lehrveranstaltungen im Sinne der Prüfungsantrittszählung

Diese Lehrveranstaltung ist keiner Kette zugeordnet