823.012 (18S) Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews)

Sommersemester 2018

Anmeldefrist abgelaufen.

Erster Termin der LV
14.03.2018 09:00 - 13:00 , IFF Wien, SR 4c Off Campus
... keine weiteren Termine bekannt

Überblick

Lehrende/r
LV-Titel englisch
Job Orientation for Students II (Social and Natural Science)
LV-Art
Seminar (prüfungsimmanente LV )
Semesterstunde/n
2.0
ECTS-Anrechnungspunkte
4.0
Anmeldungen
17 (20 max.)
Organisationseinheit
Unterrichtssprache
es wurde keine Unterrichtssprache angegeben
LV-Beginn
14.03.2018
eLearning
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Zeit und Ort

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LV-Beschreibung

Intendierte Lernergebnisse

Die Studierenden lernen auf der Basis eines Leitfadens biografische und narrative Interviews in Berufsfeldern ihrer Wahl zu führen. Mit der Terminologie von Alheit erlagen sie die Kompetenz der Biografizität. Wissen und Kompetenzen erwerben die Studierenden in Methoden des qualitativen Interviews.

Lehrmethodik inkl. Einsatz von eLearning-Tools

Die zugrunde gelegte Methode ist das biografische Interview. Mit Hilfe dieser Interviews werden Kontakte mit Personen aus Berufsfeldern geknüpft und Informationen über Berufsfelder - die man sich selbst ausgewählt hat – eingeholt. So werden konkret soziale Netzwerke aufgebaut. Diese Erfahrungen bieten eine Grundlage, sich für die nächsten beruflichen Schritte zu entscheiden.

Inhalt/e

Die Herausforderung, mit denen Individuen in der 'Zweiten Moderne' konfrontiert sind, geht einher mit einer verstärkten gesellschaftlichen Aufmerksamkeit für Individuen, für Subjekte, für AkteurInnen, für Biografien, für die Einzelnen. Wenn Individuen in der 'Zweiten Moderne' dazu aufgefordert sind, sich selbst mit Gesellschaft kompatibel zu machen, wenn Individuen immer mehr Entscheidungen abgerungen werden, wenn aufgrund der hybrider gewordenen gesellschaftlichen Angebote eben diese Entscheidungen auch noch herausfordernder geworden sind - dann ist es wahrscheinlich, dass die Beziehungen zwischen Individuen und Gesellschaft oftmals prekär, wenn nicht sogar krisenhaft sind.

Dabei fokussiert die Biografieforschung nicht auf Biografie als objektive Tatsache, sondern auf Biografie als ein Akt der Selbstthematisierung und Selbstreflexion, darauf, so Bettina Dausien (2004, 34), 'wie Menschen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten und sozialen Situationen eine Selbstbeschreibung in der Form einer Biografie herstellen und welche Bedingungen, Regeln und Konstruktionsmuster dabei beobachtet werden können. Biografie wird als soziale Konstruktion, als individuelle und kollektive Leistung, als biografische Arbeit begriffen, mit der diesem und jenem Erlebtem und Erfahrenem Sinn bzw. Bedeutung zugeschrieben wird.

Die Lehrveranstaltung setzt sich – auf Basis dieses theoretischen Zugangs – zum Ziel eine Verbindung zwischen Studium und (möglicher) eigener Berufspraxis herzustellen um Schnittstellen zwischen den jeweiligen TeilnehmerInnen (Individuen im Sinne von AkteurInnen) und gesellschaftlichen Möglichkeiten und Barrieren (konkret des Arbeitsmarkts) herzustellen. Vor allem mit Formen eines reflexiven biografischen Zugangs und der Methode des narrativ-autobiografischen Interviews (Biografiearbeit bzw. Biografieforschung) wird die Auseinandersetzung mit den eigenen bereits im Studium und anderswo erworbenen theoretischen, methodischen, fachlichen und sozialen Erfahrungen und Kompetenzen in den Mittelpunkt gestellt.

Literatur

Prüfungsstoff:

Hellmer, Silvia/ Gert Dressel/Irene Wondratsch: An der Schnittstelle von Universität und Arbeitswelt. Biografische Methode und prozessorientiertes Lernen. Carl-Auer Verlag, Heidelberg 2013, 17-50.

Hermanns, Harry: Interviewn als Tätigkeit. In: Flick, Uwe/Ernst von Kardorff/Ines Steinke (Hg.), Qualitative Forschung, Ein Handbuch. 6. Auflage, Reinbeck bei Hamburg 2008. 360-369.

Hopf, Christel, Qualitaive Interviews – ein Überblick. In: Uwe Flick/ernst von Kardorff, Ines Steinke (Hg.), Qualitative Forschung, Ein Handbuch. Reinbek bei Hamburg 2010

Völzke Reinhard: Biografisches Erzählen im beruflichen Alltag. Das sozialpädagogische Konzept der biografisch narrativen Gesprächsführung. In: Rekonstruktive Sozialpädagogik, Konzepte und Methoden sozialpädagogischen Verstehens in Forschung und Praxis. Weinheim und München 1997, 271-286.

Literatur:

Alheit, Peter: Transitorische Bildungsprozesse: Das „biographische Paradigma“ in der Weiterbildung. In: Mader, Wilhelm (Hg.): Weiterbildung und Gesellschaft. Theoretische Modelle und politische Perspektiven. 2. erw. Aufl., Bremen 1993, 343-416.

Bolles, Richard Nelson, Durchstarten zum Traumjob, Frankfurt/New York, 4. durchgesehene Auflage 2000.

Dressel, Gert: Erfahrung und Biografiearbeit. In: AK Wien und Iff, verschlungene Wege von der Uni ins Berufsleben. Wien 2006, 29-38.

Forum Sozialforschung (Hg.): Positionierung der außeruniversitären Sozialforschung (= Forum Sozialforschung Schriftenreihe, 4). Wien 1999.

Giegel, Hans-Joachim, Strukturmerkmale einer Erfolgskarriere. In Wolfram Fischer-Rosenthal/Peter Alheit (Hrsg.), Biographien in Deutschland. Soziologische Rekonstruktion gelebter Gesellschaftsgeschichte. Opladen 1995, 213-231.:

IG Externe LektorInnen und Freie WissenschaftlerInnen: Zwischen Autonomie und Ausgrenzung? Zur Bedeutung Externer Lehre und Freier Wissenschaft an österreichischen Universitäten und Hochschulen. Endbericht eines Forschungsprojekts des BM f. Wissenschaft und Kunst. Wien 2000 (siehe auch: http://www.univie.ac.at/IG-LektorInnen).



Link auf weitere Informationen

http://www.workinprocess.at/ss18/berufsfeld.html

Prüfungsinformationen

Prüfungsmethode/n

Die Studierenden verbinden ihre Erfahrung der Interviewführung mit ihrer Reflexion und Anbindung an Theorie zu Biografieforschung und Methoden der Biografiearbeit.

Prüfungsinhalt/e

Theoretische Ansätze zu biografischen Interviews und Biografiearbeit.

Beurteilungskriterien/-maßstäbe

Voraussetzung für den Zeugniserwerb: permanente Teilnahme, individuelles Reflexionsprotokoll und Seminararbeit

Beurteilungsschema

Note/Grade Benotungsschema

Position im Curriculum

  • Besonderer Studienbereich Lehrveranstaltungen der IFF (SKZ: 003b, Version: 01W)
    • Fach: Interdisziplinäre Kommunikation, Wissensnetzwerke und soziales Lernen (Pflichtfach)
      • Berufsorientierung ( 2.0h SE, VC / 3.0 ECTS)
        • 823.012 Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews) (2.0h SE / 4.0 ECTS)
  • Masterstudium Sozial- und Humanökologie (SKZ: 919, Version: 14W.1)
    • Fach: GWF7 Inter- und Transdisziplinäre Wissenschaft und nachhaltige Entwicklung (Wahlfach)
      • GWF7 Vertiefung ( 0.0h VO, SE ,EX ,KU, SX / 14.0 ECTS)
        • 823.012 Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews) (2.0h SE / 4.0 ECTS)

Gleichwertige Lehrveranstaltungen im Sinne der Prüfungsantrittszählung

Sommersemester 2017
  • 823.012 SE Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews) (2.0h / 4.0ECTS)
Sommersemester 2016
  • 823.012 SE Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews) (2.0h / 4.0ECTS)
Sommersemester 2015
  • 823.012 SE Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews) (2.0h / 4.0ECTS)
Sommersemester 2014
  • 823.012 VC Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews) (2.0h / 4.0ECTS)
Sommersemester 2013
  • 823.012 SE Berufsfeldorientierung II (Feldinterviews) (2.0h / 4.0ECTS)