160.499 (16S) Kritisch-Psychologische Zugänge zu Psychotherapie

Sommersemester 2016

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Überblick

Lehrende/r
Tutor/in/Innen
LV-Titel englisch
Psychotherapy - Critical Psychological Approaches
LV-Art
Seminar (prüfungsimmanente LV )
Semesterstunde/n
2.0
ECTS-Anrechungspunkte
4.0
Anmeldungen
49 (35 max.)
Organisationseinheit
Unterrichtssprache
Deutsch
LV-Beginn
10.03.2016
eLearning
zum Moodle-Kurs
Seniorstudium Liberale
Ja

Zeit und Ort

Tag von - bis Raum Details
Do, 10.03.2016 14:00 - 17:00 HS 5 Einzeltermin
Do, 17.03.2016 14:00 - 17:00 HS 11 Einzeltermin
Do, 07.04.2016 14:00 - 17:00 Z.1.09 Einzeltermin
Do, 14.04.2016 14:00 - 17:00 HS 11 Einzeltermin
Do, 21.04.2016 14:00 - 17:00 HS 5 Einzeltermin
Do, 28.04.2016 15:00 - 18:00 HS 11 Einzeltermin
Do, 12.05.2016 15:00 - 18:00 HS 11 Einzeltermin
Do, 02.06.2016 14:00 - 17:00 HS 11 Einzeltermin
Do, 09.06.2016 14:00 - 17:00 V.1.03 Einzeltermin
Do, 16.06.2016 14:00 - 17:00 V.1.04 Einzeltermin
Do, 23.06.2016 14:00 - 17:00 HS 11 Einzeltermin

LV-Beschreibung

Lehrmethodik

Der modulare Aufbau des Seminars besteht aus zwei einführenden Veranstaltungen, für die kein Vorwissen notwendig ist und die als Vorträge stattfinden sollen. Anschließend beginnt der Teil des Seminars, für die wir uns intensiv mit den traditionell-psychologischen Vorstellungen zu einzelnen Themen auseinandersetzen wollen und kritisch-psychologische Ideen und Texte dazu ins Verhältnis setzen wollen. Die Module des zweiten Seminarteils sind von der Vorstellung her wie Workshops organisiert, in dem nach Kurzreferaten einzelner Teilnehmender über den „Mainstream“-Diskurs zum Thema sich gemeinsam anhand von theoretischen Texten aus der Kritischen Psychologie und Einzelfallbeschreibungen aus der klinischen Praxis eine der Subjektwissenschaft angebrachte Vorstellung entstehen soll. Die Ergebnisse des Seminars sollen anschließend publiziert werden. So sollen die beiden einführenden Vortragstermine Studierenden die Möglichkeit geben, sich über das Seminar informieren und eine Teilnahme in Erwägung ziehen zu können. Das Seminar hat einen hohen Anspruch, der sich einerseits wegen des Leseaufwandes theoretischer Texte, andererseits aus dem reflexiven Anspruch an die Teilnehmenden ergibt. Im zweiten Teil des Seminars ist daher das Lesen der Texte und die Anwesenheit bei den Terminen unbedingt erforderlich. Das Seminar versteht sich als basisdemokratisches Bildungsprojekt, wobei der Ablauf des Seminars, die Inhalte und die gemeinsame Art der Aneignung der Themen jederzeit zur Diskussion stehen dürfen. Das Organisationsteam versteht sich dabei als Gruppe, die den Rahmen schafft, allerdings während des Seminars selbst teilnimmt und keine „höhere“ Position gegenüber den anderen Studierenden hat. Die sicherlich vorhandenen Wissensvorsprünge innerhalb der Teilnehmenden ergänzen sich unserer Vorstellung nach gegenseitig, bspw. können Studierende mit Praxiserfahrungen in der klinischen Psychologie diesen mit kritisch-psychologischen Vorwissen helfen und umgekehrt.

Inhalt/e

Das von Studierenden organisierte Seminar knüpft an das PS „Einführung in die Kritische Psychologie“ aus dem vergangenen Wintersemester an, kann jedoch unabhängig davon besucht werden. Nachdem wir uns im Wintersemester auf breiter Basis mit den grundlegenden Ansätzen der Kritischen Psychologie nach Holzkamp beschäftigt haben, wollen wir jetzt versuchen, dieses Paradigma auf die klinische Psychologie und Psychotherapie anzuwenden. Gerade in Klagenfurt interessieren sich die allermeisten Studierenden für diese Anwendungsfächer und wollen sich auch beruflich in diese Richtung entwickeln. Daher sehen wir die Notwendigkeit, die grundlegenden Kritiken und Ideen der Kritischen Psychologie auf die psychotherapeutische Praxis anzuwenden und reflexiv für unsere eigene berufliche Zukunft zu erarbeiten. Inhaltlich wollen wir uns auf der einen Seite mit den institutionellen, gesellschaftlichen und den damit zusammenhängenden subjektiven Verwicklungen der Psychotherapeut_innen annehmen und herausfinden, ob und wenn ja wie ein emanzipatorischer Anspruch innerhalb einer psychologischen Therapie umgesetzt werden kann. Auf der anderen Seite wollen wir uns den Betroffenen zuwenden und uns kritisch-psychologische Fragestellungen nach dem Begriff psychischen Leidens, Konflikthaftigkeit und sozialen Bedingungen, welche diese erzeugen, widmen.

Themen

  • Was ist Kritische Psychologie?
  • Kritische Psychologie und Psychotherapie: ein kurzer Abriss
  • Grundbegriffe: Handlungsfähigkeit, Emotionalität, Motivation und Angst
  • Störungsbegriff, Kritisch-Psychologische Diagnostik?
  • Soziologie der Psychotherapie
  • Anti-Psychiatrie
  • Konfliktmodell und Abwehrkonzept (nach Osterkamp)
  • Integration kritisch-psychologischer Forderungen in verschiedene Psychotherapieschulen
  • Psychotherapieforschung
  • Bezug zum alltäglichen Leben

Lehrziel

  • Ziel des Seminars ist eine reflexive Auseinandersetzung mit kritisch- psychologischen Ansätzen bezogen auf Psychotherapie, die helfen soll, in der späteren Praxis gemeinsam mit den Betroffenen Strategien zu entwickeln, wie psychisches Leiden gemildert werden kann ohne zu psychologisieren.

Didaktik:
  • Formen des selbstbestimmten Lernens anhand der Mitgestaltungsmöglichkeiten im Seminar erfahren und Eigeninitiative stärken

Literatur

Dreier, O. (2011). Intervention, evidence-based research and everyday life. In Stenner, P. Cromby, J., Motzkau, J., Yen, J & Haosheng, Y. (Eds.): Theoretical Psychology. Global Transformations and Challenges (pp. 260-269). Concord, Ontario, Canada: Captus University Publications. Gekeler, G. (1985). Analyse von Vorbegriffen als Bestandteil kritisch-psychologischer Praxis/Praxisanalyse - am Beispiel therapeutischen Handelns. In Braun, K. & Gekeler, G. (Eds.): Subjektbezogene Handlungsstrategien in Arbeit, Erziehung, Therapie. Praxisanalysen der Kritischen Psychologie (pp. 107-120). Soms-Oberbiel: Jarick Oberbiel. Holzkamp, K.(1983). Grundlegung der Psychologie. Frankfurt: Campus. Holzkamp, K. (1985). Grundkonzepte der Kritischen Psychologie. In: Diesterweg-Hochschule (Ed.): Gestaltpädagogik: Fortschritt oder Sackgasse? (pp. 31-38). Berlin: GEW. Markard, M. (2009). Einführung in die Kritische Psychologie. Hamburg: Argument. Wulff, E. (2014). Sozialpsychiatrischer Krankheitsbegriff. In Brennsell, A. & Weber, K. (Eds.): Störungen. Texte Kritische Psychologie 4 (pp. 11-32). Hamburg: Argument. Weitere Literatur wird noch bekanntgegeben.

Prüfungsinformationen

Prüfungsinhalt/e

3.) Gestaltung einer Einheit, sowie Überblickartikel (mind. 10 Seiten, mind. 5 Quellen) als Gruppe oder Thesenpapier (mind. 3 Seiten, mind 3 Quellen) & Abschlussgespräch als Einzelperson

Beurteilungskriterien/-maßstäbe

1.) Anwesenheit, Lesen und Diskussion der Texte
2.) Formulierung von KPs Forderungen an Psychotherapie (Abgabe 25.05.)
3.) Siehe "Prüfungsinhalte"

Beurteilungsschema

Note/Grade Benotungsschema

Position im Curriculum

  • Masterstudium Psychologie (SKZ: 840, Version: 12W.4)
    • Fach: Freie Wahlfächer (Freifach)
      • Freie Wahlfächer ( 0.0h XX / 8.0 ECTS)
        • 160.499 Kritisch-Psychologische Zugänge zu Psychotherapie (2.0h SE / 4.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Psychologie (SKZ: 640, Version: 11W.4)
    • Fach: Klinische Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse (Wahlfach)
      • WF 12.3 Seminar zur Psychotherapie/-pathologie ( 0.0h SE / 4.0 ECTS)
        • 160.499 Kritisch-Psychologische Zugänge zu Psychotherapie (2.0h SE / 4.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Psychologie (SKZ: 640, Version: 11W.4)
    • Fach: Freie Wahlfächer (Freifach)
      • FW 17.1 Freie Wahlfächer ( 0.0h XX / 16.0 ECTS)
        • 160.499 Kritisch-Psychologische Zugänge zu Psychotherapie (2.0h SE / 4.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Psychologie (SKZ: 640, Version: 09W.1) qualifizierungspflichtig
    • Fach: Klinische Psychologie, Psychotherapie, Psychoanalyse (Wahlfach)
      • Psychotherapie/-pathologie (humanistische Modelle/Psychodrama) ( 2.0h SE / 4.0 ECTS)
        • 160.499 Kritisch-Psychologische Zugänge zu Psychotherapie (2.0h SE / 4.0 ECTS)

Gleichwertige Lehrveranstaltungen im Sinne der Prüfungsantrittszählung

Diese Lehrveranstaltung ist keiner Kette zugeordnet