180.106 (20S) Amazon, Google, Facebook… Ist, was wir angezeigt bekommen, eigentlich Zufall?

Sommersemester 2020

Anmeldefrist abgelaufen.

Erster Termin der LV
05.03.2020 17:00 - 18:30 , V.1.07
... keine weiteren Termine bekannt

Überblick

Lehrende/r
LV-Titel englisch
Amazon, Google, Facebook... Is what we're being displayed Coincidence?
LV-Art
Proseminar (prüfungsimmanente LV )
Semesterstunde/n
2.0
ECTS-Anrechnungspunkte
4.0
Anmeldungen
13 (30 max.)
Organisationseinheit
Unterrichtssprache
Deutsch
mögliche Sprache/n der Leistungserbringung
Englisch
LV-Beginn
05.03.2020
eLearning
zum Moodle-Kurs

LV-Beschreibung

Intendierte Lernergebnisse

2/4 der Blocklehrveranstaltungen finden online statt!

Beim Großteil des dritten Blockes müssen die Studierenden nicht anwesend sein. Jede/r Studierende bekommt einen Zeitslot und muss nur zu diesem anwesend sein. Im Zuge dieses Zeitslots können Fragen zur PS Arbeit bearbeitet und beantwortet werden.

Die Online-Einheiten werden maßgeblich dafür genutzt, in kleinen Blöcken jene Theorie zu erarbeiten, die die Studierenden bereits für ihre Proseminar Arbeiten nutzen können. Da die Studierenden sukzessive kleine Inputs einbringen, entfällt eine Abschlusspräsentation. Die konkreten Inhalte der Lehrveranstaltung richten sich nach den Interessen der Studierenden.

Eine Proseminararbeit im Umfang von ca. 10 Seiten ist abzufassen.

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Was eine internetnutzende Person auf Online-Plattformen oder Webseiten angezeigt bekommt, wird heutzutage nicht mehr dem Zufall überlassen. Die Big-Player des World Wide Webs wie insbesondere die Unternehmen der sogenannten GAFA-Ökonomie bieten ihre Dienstleistungen für die Internetnutzenden zum überwiegenden Teil kostenlos an und machen doch Umsatz. Die digitale Währung, die von diesen Unternehmen in reale Umsätze konvertiert wird, konstituiert sich hierbei aus Daten. Diese personenbezogenen Daten der Internetnutzenden werden aber nicht manuell von anderen natürlichen Personen verarbeitet,
sondern von Computer-Programmen. Diese Programme greifen dabei auf Daten und Rechenleistung von Computer-Netzwerken im In- oder Ausland zurück. Die Verarbeitung der Daten findet dabei vollautomatisiert und doch individuell auf die jeweiligen Netzakteure abgestimmt statt. Dazu werden Programme zur Verarbeitung eingesetzt, die basierend auf Algorithmen Entscheidungen darüber treffen, welche Inhalte den Internetnutzenden im Internet angezeigt und nicht angezeigt werden.
Die Auswahl darüber, was als beispielsweise Suchergebnis angezeigt wird, wird auf Basis von Relevanzzuweisungen getroffen. Dieses Sortieren nach geschätzten Präferenzen dient zum einen dazu, der internetnutzenden Person eine möglichst hohe positive Customer Experience zu bieten, und zum anderen dazu, ökonomische Ziele zu erreichen. Hierzu werden beispielsweise profitable Produkte, Webseiten, (Eigen-)Marken bzw. eigene Webseiten oder Werbeplätze besser gereiht als jene von Fremdanbietern. Die Unternehmen der GAFA-Ökonomie rücken in der Diskussion um u.a. Online-Marketing, Ethik oder Privatheit vor allem deshalb in das Zentrum vieler Diskussionen, da sie mit ihren Applikationen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen und damit nicht nur immer mehr Macht gegenüber Unternehmen und deren Zugang zu den KundInnen akkumulieren, sondern auch den Zugang von Internetnutzenden zu Inhalten steuern (können).

Lehrmethodik inkl. Einsatz von eLearning-Tools

Es gibt sowohl theoretische Inputs durch den Lehrveranstaltungsleiter sowie Gastvortragende aus der Praxis und anderen wissenschaftlichen Disziplinen als auch Diskussionen zu den Schwerpunkten.

Inhalt/e

Für die Lehrveranstaltung konnte bereits ein weiterer Experte aus der Wissenschaft gewonnen werden, der LV-relevante Themen in seinem Vortrag bearbeiten wird:

Gastlektor: Mario Riedl , MSc (WU) BSc LLB (WU), Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für

Österreichisches und Internationales Steuerrecht, Doktorand und Universitätsassistent (prae Doc)

Literatur

Ammon T./Brem A. (2013): Digitale Ökosysteme und deren Geschäftsmodelle, Analyse und Implikationen für klassische Buchverlage, Wiesbaden: Springer

Cavoukia A. (2012): Privacy by Design: Origins, Meaning, and Prospects for Ensuring Privacy and Trust in the Information Era, in: Yee G. (Hrsg.): Privacy Protection Measures and Technologies in Business Organizations: Aspects and Standards, Hershey: PA. IGI Global, S.170-208

Gómez-Urang M./ Zabala-Iturriagagoitia M.J./Baruttia J (2016): Dynamics of Big Internet Industry Groups and Future Trends, A View from Epigenetic Economics, Schweiz: Springer International Publishing

Krotz F. (2007): Mediatisierung, Fallstudien zum Wandel von Kommunikation, Wiesbaden: Springer VS

Latzer M./Gewinner J./Hollnbuchner K./Just N./Saurwein F. (2014): Algorithmische Selektion im Internet: Ökonomie und Politik automatisierter Relevanzzuweisung in der Informationsgesellschaft, Unveröffentlichter Forschungsbericht, gefördert durch den SNF, Zürich: IPMZ, Abteilung für Medienwandel & Innovation

Latzer M./Hollnbuchner K./Just N./Saurwein F. (2016),:The Economics of Algorithmic Selection on the Internet. S. 395-425, in: Bauer J. u.a. (Hrsg.): Handbook on the Economics of the Internet, Cheltenham: Edward Elgar

Link J (2013): Customer Relationship Management, Erfolgreiche Kundenbeziehungen durch integrierte Informationssysteme, Berlin: Springer

Jaume-Palasí L./Spielkamp M. (2017): Ethik und algorithmische Prozesse zur Entscheidungsfindung oder -vorbereitung, AlgorithmWatch Arbeitspapier Nr. 4, Berlin

Rieber D. (2017): Mobile Marketing: Grundlagen, Strategien, Instrumente, Wiesbaden: Springer Fachmedien

Rolf A./Sagwe A. (2015): Des Googles Kern und andere Spinnennetze, Die Architektur der digitalen Gesellschaft, Konstanz: UVK

Saurwein F./Just N./Latzer M. (2017): Algorithmische Selektion im Internet, Risiken und Governance automatisierter Auswahlprozesse, in: kommunikation @ gesellschaft, 18 (2017), S.1-22

Schaar P. (2010): Privacy by Design, in: Identity in the Information Society 3 (2): S.267-274

Schmidt J.-H./Kinder-Kurlanda K./Stegbauer C./Zurawski N. (2017). Editorial: Algorithmen, Kommunikation und Gesellschaft, in:kommunikation @ gesellschaft, 18 (2017), S.1-4

Schwarz T. (2015): Big Data im Marketing, Chancen und Möglichkeiten für eine effektive Kundenansprache, Freiburg: Haufe

Stark B./Dörr D./Aufenanger S. (2014): Die Googleisierung der Informationssuche, Suchmaschinen zwischen Nutzung und Regulierung, Berlin: Walter de Gruyter

Steinmaurer T. (2016): Permanent vernetzt, Zur Theorie und Geschichte der Mediatisierung, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

Prüfungsinformationen

Beurteilungskriterien/-maßstäbe

Beim Großteil des dritten Blockes müssen die Studierenden nicht anwesend sein. Jede/r Studierende bekommt einen Zeitslot und muss nur zu diesem anwesend sein. Im Zuge dieses Zeitslots können Fragen zur PS Arbeit bearbeitet und beantwortet werden.

Die Online-Einheiten werden maßgeblich dafür genutzt, in kleinen Blöcken jene Theorie zu erarbeiten, die die Studierenden bereits für ihre Proseminar Arbeiten nutzen können. Da die Studierenden sukzessive kleine Inputs einbringen, entfällt eine Abschlusspräsentation. Die konkreten Inhalte der Lehrveranstaltung richten sich nach den Interessen der Studierenden.

Eine Proseminararbeit im Umfang von ca. 10 Seiten ist abzufassen.

Beurteilungsschema

Note/Grade Benotungsschema

Position im Curriculum

  • Bachelorstudium Medien- und Kommunikationswissenschaften (SKZ: 641, Version: 16W.3)
    • Fach: Medienwandel und Medienbildung (Wahlfach)
      • Konzepte des Medienwandels ( 0.0h PS / 4.0 ECTS)
        • 180.106 Amazon, Google, Facebook… Ist, was wir angezeigt bekommen, eigentlich Zufall? (2.0h PS / 4.0 ECTS)
          Absolvierung im 5. Semester empfohlen

Gleichwertige Lehrveranstaltungen im Sinne der Prüfungsantrittszählung

Wintersemester 2015/16
  • 180.106 SE Neue Medien und Arbeit (2.0h / 5.0ECTS)
Wintersemester 2014/15
  • 180.106 SE Medienbildung und digitale Medien (2.0h / 5.0ECTS)
Sommersemester 2014
  • 180.106 SE Kultur - Medien - Globalisierung (2.0h / 5.0ECTS)
Sommersemester 2013
  • 180.106 SE Verantwortliches Medienhandeln - Begründung, Bereiche und Maxime der Medien- und Netzwerkethik (2.0h / 5.0ECTS)