180.174 (20S) Von Facebook bis Google Analytics

Sommersemester 2020

Anmeldefrist abgelaufen.

Erster Termin der LV
05.03.2020 18:30 - 20:00 , V.1.07
... keine weiteren Termine bekannt

Überblick

Lehrende/r
LV-Titel englisch
From Facebook to Google Analytics
LV-Art
Kurs (prüfungsimmanente LV )
Semesterstunde/n
2.0
ECTS-Anrechnungspunkte
4.0
Anmeldungen
14 (30 max.)
Organisationseinheit
Unterrichtssprache
Deutsch
mögliche Sprache/n der Leistungserbringung
Englisch
LV-Beginn
05.03.2020
eLearning
zum Moodle-Kurs

LV-Beschreibung

Intendierte Lernergebnisse

Die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Risiken, die die Anwendung von Online-Tools insbesondere zur Zielgruppenerreichung bereithalten können, soll die Grundlage für die darauffolgende praktische Umsetzung eines Online-Marktforschungsprojektes oder einer multimedialen Kampagne sein, die mit verschiedensten Online-Tools umzusetzen ist. Bei der Auswahl der verschiedensten Tools sind den Studierenden keine Grenzen gesetzt. Die von den Studierenden erarbeiteten digitalen Kommunikations- bzw. Marktforschungsstrategien sind von ihnen gegen Ende des Semesters zu präsentieren. Die Präsentation hat neben der entwickelten Strategie auch eine genaue theoretische und praktische Darlegung der verwendeten Tools sowie Limitationen dieser und Diskussionsfragen zu beinhalten. Um die Tools, deren Charakteristika und praktische Anwendung darlegen zu können, ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Tools, also das praktische Ausprobieren und Anwenden dieser, essentiell und Bedingung.

Inhalt/e

Was eine internetnutzende Person auf diversen Online-Plattformen oder Webseiten angezeigt bekommt, wird heutzutage nicht mehr dem Zufall überlassen (Saurwein u.a. 2017). Die Big-Player des World Wide Webs wie insbesondere die Unternehmen der sogenannten GAFA-Ökonomie, also jener Ökonomie, die maßgeblich von den Unternehmen Google, Amazon, Facebook und Apple geprägt wird, bieten ihre Dienstleistungen für einen Teil ihrer Kunden, die Internetnutzenden, zum überwiegenden Teil kostenlos an und machen doch Umsatz (Rolf/Sagwe 2015). Aber womit eigentlich? Die digitale Währung, die von diesen Unternehmen in reale Umsätze konvertiert wird, konstituiert sich hierbei aus Daten (Ammon/Brem 2013; Rolf/Sagwe 2015; Schwarz 2015). Diese personenbezogenen Daten der Internetnutzenden werden aber nicht manuell von anderen natürlichen Personen verarbeitet, sondern von Computer-Programmen, die auf Computer-Netzwerke irgendwo im In- oder Ausland zurückgreifen. Die Verarbeitung dieser Daten findet dabei vollautomatisiert und doch scheinbar individuell auf die jeweiligen Netzakteure abgestimmt statt. Dazu werden Programme zur Verarbeitung eingesetzt, die basierend auf Algorithmen Entscheidungen darüber treffen, welche Inhalte den Internetnutzenden im Internet angezeigt und nicht angezeigt werden (Stark u.a. 2014; Schwarz 2015). Um die Daten ökonomisieren zu können, muss es werbetreibenden Unternehmen ermöglicht werden, einfach und schnell die personenbezogenen Daten zu nutzen, um zielgerichtet Werbebotschaften kommunizieren oder Produkte/Dienstleistungen verkaufen zu können. Solche einfachen Lösungen versuchen insbesondere die GAFA-Unternehmen anzubieten. Diese stellen kompliziert programmierte Online-Werkzeuge zur Verfügung, mit denen einfach, schnell und insbesondere ziel(gruppen)orientiert kommuniziert oder verkauft werden kann. Die Unternehmen der GAFA-Ökonomie rücken in der Diskussion um Online-Marketing, Marktmacht und Ethik vor allem deshalb in das Zentrum, da sie mit ihren Online-Werkzeugen eine marktbeherrschende Stellung einnehmen und damit nicht nur immer mehr Macht gegenüber Unternehmen und deren Zugang zu den KundInnen akkumulieren, sondern auch den Zugang von Internetnutzenden zu Inhalten steuern (können) (vgl. Gómez-Urang u.a. 2016).

Eine möglichst große Auswahl solcher Online-Werkzeuge soll in der Lehrveranstaltung von den Studierenden kennengelernt und praktisch angewendet werden. Im Zentrum der Lehrveranstaltung sollen aber nicht nur der praktische Umgang mit Online-Kommunikationstools wie beispielsweise Facebook, Twitter, Google AdWords u.a.m. oder Online-Marktforschungstools wie beispielsweise Amazon Mechanical Turk oder Google Analytics stehen, sondern ebenso eine reflektierte Diskussion zu ethischen Fragestellungen. Eine solche Fragestellung wird sein, inwiefern ein Algorithmus in der Lage ist, auch neue Perspektiven auf die Welt zu offenbaren, wenn doch Inhalte und Suchergebnisse auf Grundlage immer ähnlicher personenbezogener Datensätze bereitgestellt werden? 

Literatur

Ammon T./Brem A. (2013): Digitale Ökosysteme und deren Geschäftsmodelle, Analyse und Implikationen für klassische Buchverlage, Wiesbaden: Springer

Gómez-Urang M./ Zabala-Iturriagagoitia M.J./Baruttia J (2016): Dynamics of Big Internet Industry Groups and Future Trends, A View from Epigenetic Economics, Schweiz: Springer International Publishing

Rolf A./Sagwe A. (2015): Des Googles Kern und andere Spinnennetze, Die Architektur der digitalen Gesellschaft, Konstanz: UVK

Saurwein F./Just N./Latzer M. (2017): Algorithmische Selektion im Internet, Risiken und Governance automatisierter Auswahlprozesse, in: kommunikation @ gesellschaft, 18 (2017), S.1-22

Schwarz T. (2015): Big Data im Marketing, Chancen und Möglichkeiten für eine effektive Kundenansprache, Freiburg: Haufe

Stark B./Dörr D./Aufenanger S. (2014): Die Googleisierung der Informationssuche, Suchmaschinen zwischen Nutzung und Regulierung, Berlin: Walter de Gruyter

Prüfungsinformationen

Beurteilungsschema

Note/Grade Benotungsschema

Position im Curriculum

  • Bachelorstudium Medien- und Kommunikationswissenschaften (SKZ: 641, Version: 16W.3)
    • Fach: Medienpraxis (Wahlfach)
      • Web/Social-Media-Applikationen und -Techniken ( 0.0h KS / 4.0 ECTS)
        • 180.174 Von Facebook bis Google Analytics (2.0h KS / 4.0 ECTS)
          Absolvierung im 2., 3., 4. Semester empfohlen
  • Bachelorstudium Medien- und Kommunikationswissenschaften (SKZ: 641, Version: 09W.1)
    • Fach: Medienpraxis und Medienkompetenz (Pflichtfach)
      • Medienpraxis und Medienkompetenz ( 8.0h KU / 12.0 ECTS)
        • 180.174 Von Facebook bis Google Analytics (2.0h KS / 3.0 ECTS)
  • Bachelorstudium Medien- und Kommunikationswissenschaften (SKZ: 641, Version: 09W.1)
    • Fach: Medien und Technik (Wahlfach)
      • Vorlesung mit Kurs ( 2.0h VK / 3.0 ECTS)
        • 180.174 Von Facebook bis Google Analytics (2.0h KS / 3.0 ECTS)

Gleichwertige Lehrveranstaltungen im Sinne der Prüfungsantrittszählung

Diese Lehrveranstaltung ist keiner Kette zugeordnet