Stammdaten

Monitoringkonzept Bioökonomie - Grobkonzept eines Nachhaltigkeitsmonitoring für die Bioökonomie-Strategie für Österreich - Bereiche Biomasseaufbringung, Außenhandel und Ressourcennutzungseffizienz
Beschreibung:

Vom Ausbau der Bioökonomie wird ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise erwartet. Die Hoffnung besteht darin, dass es möglich sein wird, erschöpfbare mineralische Rohstoffe teilweise oder völlig durch nachwachsende, erneuerbare Rohstoffe zu ersetzen und damit auch zu Zielen wie einer Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bzw. einer Verringerung der Importabhängigkeit beizutragen. Andererseits benötigt die Rohstoffproduktion aus pflanzlicher Biomasse produktive Landflächen und andere, begrenzte Ressourcen wie etwa Süßwasser, Pflanzennährstoffe usw., aber auch in einem beträchtlichen Ausmaß neue Infrastrukturen, welche nicht nur zu Umweltbeeinträchtigungen, sondern auch zu langfristigen lock-in Situationen führen können. Die Steigerung der Biomasseproduktion als Basis für die Bioökonomie kann zu Flächenkonkurrenzen (etwa zwischen Nahrungs- und Energieproduktion) beitragen, die Integrität von Ökosystemen und die Biodiversität gefährden oder sogar zu Treibhausgas-Emissionen beitragen, etwa wenn Wälder durch Energiepflanzenplantagen ersetzt werden. Hierbei sind auch indirekte Effekte zu beachten, etwa wenn Nahrungspflanzen durch Energiepflanzen ersetzt werden und in der Folge die Nahrungsproduktion in andere Weltregionen verlagert wird – was eventuell zu Entwaldung und deren negativen Umweltfolgen beitragen kann. Das hier vorgeschlagene Konzeptpapier soll aus wissenschaftlicher Sicht Eckpunkte eines Nachhaltigkeitsmonitorings für die Bioökonomie skizzieren und davon ausgehend auf thematische Kernbereiche fokussieren. Basierend auf einer detaillierten Kenntnis der österreichischen Datenlage sowie den im Institut für Soziale Ökologie in den vergangenen Jahrzehnten in Kooperation mit nationalen und internationalen Einrichtungen im Bereich Umweltmonitoring und Umweltstatistik entwickelten robusten und anerkannten Methoden wie Materialflussrechnung, Aneignung von Nettoprimärproduktion (HANPP) sowie den damit verbundenen Modellierungsansätzen (etwa das Projekt BioBaM) sowie Methoden zur Nachverfolgung und Bewertung von Handelsströmen biomassebasierter Produkte („embodied HANPP“) wird dieses Konzept folgende Elemente enthalten.

Schlagworte: Bioökonomie, Monitoring, Nachhaltigkeit, Indikatoren, Landnutzungsintensität, THG-Emissionen
Monitoringkonzept Bioökonomie - Grobkonzept eines Nachhaltigkeitsmonitoring für die Bioökonomie-Strategie für Österreich - Bereiche Biomasseaufbringung, Außenhandel und Ressourcennutzungseffizienz
Beschreibung:

It is hoped that a future bioeconomy will contribute to sustainability, e.g. through the substitution of exhaustible mineral resources with biomass. A reduction of mineral resources such as fossil fuels could help reducing greenhouse gas (GHG) emissions and import dependency. However, biomass production requires fertile land areas and other limited resources such as freshwater or plant nutrients, as well as infrastructures. These may result in environmental pressures and lock-in effects. Producing additional biomass for the bioeconomy may result in increased competition for land, e.g. between food and raw material production, jeopardize the integrity and diversity of ecosystems and result in GHG and other emissions, for example when forests are replaced by energy crop plantations. Indirect effects such as the replacement of food crops with energy crops that then result in land-use change elsewhere, also need to be taken into account. The draft concept paper developed in this small project will outline cornerstones of a scientifically robust monitoring system for a bioeconomy. It will be focused on three aspects, resource provision, foreign trade and resource use efficiency. It will propose indicators and reporting systems based on previous research at the Institute of Social Ecology, considering methods such as material flow analysis (MFA), the human appropriation of net primary production (HANPP), measures of embodied HANPP (eHANPP) as well as related models, such as the BioBaM model.  

Schlagworte: Bioeconomy, monitoring, sustainability, indicator, land-use intensity, GHG emissions
Kurztitel: Monitoringkonzept Bioökonomie
Zeitraum: 01.07.2016 - 31.01.2018
Kontakt-Email: -
Homepage: -

MitarbeiterInnen

MitarbeiterInnen Funktion Zeitraum
Helmut Haberl (intern)
  • 01.07.2016 - 31.01.2018

Kategorisierung

Projekttyp Auftragsforschung
Förderungstyp §27
Forschungstyp
  • Grundlagenforschung
  • Angewandte Forschung
Sachgebiete
  • 105904 - Umweltforschung
  • 107004 - Humanökologie
  • 105205 - Klimawandel
  • 405004 - Nachhaltige Landwirtschaft
  • 502022 - Nachhaltiges Wirtschaften
  • 502042 - Umweltökonomie
  • 504029 - Umweltsoziologie
  • 507006 - Kulturlandschaftsforschung
  • 507024 - Umweltpolitik
Forschungscluster
  • Nachhaltigkeit
Genderrelevanz Genderrelevanz nicht ausgewählt
Projektfokus
  • Science to Science (Qualitätsindikator: n.a.)
Klassifikationsraster der zugeordneten Organisationseinheiten:
Arbeitsgruppen Keine Arbeitsgruppe ausgewählt

Finanzierung

Förderprogramm
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW)
Organisation: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Kooperationen

Keine Kooperationspartner ausgewählt