Stammdaten

„Nur wenn ich schreibe, lebe ich“ – Schreibprozesse und Schreibszene/n im Frühwerk Josef Winklers
Beschreibung:

Abstract zum Dissertationsprojekt im Fach Germanistik von Christina Glinik:

Josef Winkler (geb. 1953) zählt zweifelsfrei zu den bedeutendsten aus Kärnten stammenden AutorInnen des 20. und 21. Jahrhunderts. Die bisherige Forschung zu seinem Werk und erst recht zu seinem Schreiben ist jedoch relativ überschaubar. Diese beschäftigt sich vor allem mit (Auto-)Biographischem und mit Motivik wie Geburt, Tod, (Homo-)Sexualität, Gewalt, Familie und Kirche. Vereinzelt sind auch Abhandlungen zu seinem Schreiben zu verzeichnen: Interviews mit Winkler, Erfahrungs- und Zeugenberichte oder Forschungen zu seinem Schreiben, die allerdings nur auf Basis der gedruckten Werke argumentieren können. Im Mittelpunkt des Dissertationsvorhabens steht die systematische Untersuchung seiner Schreibprozesse und Strategien der (Selbst-)Inszenierung. Damit stellen sich textgenetische und produktionsästhetische Fragen. Welche Schreibpraktiken führen zur Literatur- und Autorwerdung Winklers? Wie arrangiert er seine Schreibszene, um seinem Schreiben die nötigen Gelingensbedingungen zu sichern? Wie entwickeln sich sein Schreiben und seine Reflexion auf das eigene Schreiben im Vorfeld und in der Trilogie Das wilde Kärnten (Menschenkind 1979) bis zu Der Leibeigene (1987) und wo gibt es Verbindungen zu Domra (1996)? Welche Funktion hat die Schreibkrise und deren Überwindung? Wie entwickelt sich seine (selbst-)inszenatorische Praxis im Schreiben, aber auch in den Interviews? Diese Fragen werden nun erstmals nicht nur auf der Ebene der Druckfassungen angegangen, sondern bereits auf der Ebene von Notizbüchern und Typoskripten. Zunächst wird zu den Werkkomplexen Menschenkind, Der Leibeigene und Domra ein textgenetisches Dossier erstellt. Konkret werde ich, textgenetisch verfahrend, in einem close-reading-Verfahren mein Interesse vor allem auf Schreibszenen und Schreib-Szenen fokussieren und deren Entwicklung aufzeigen, um sie dann auch miteinander in Beziehung zu setzen. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, einen Beitrag zur noch jungen Schreibprozessforschung zu leisten und das Schreiben Winklers erstmals diachron zu erforschen, die Ebenen der (Selbst-)Inszenierung herauszuarbeiten und zu zeigen, wie am Beispiel Josef Winkler Literatur entsteht.

Schlagworte: Kärntner Literatur, österreichische Literatur, Josef Winkler, Schreibprozess
Kurztitel: Schreibprozess bei Josef Winkler
Zeitraum: 01.10.2017 - 30.09.2020
Kontakt-Email: christina.glinik@aau.at
Homepage: https://www.aau.at/musil

Kategorisierung

Projekttyp laufender Arbeitsschwerpunkt
Förderungstyp Sonstiger
Forschungstyp
  • Grundlagenforschung
Sachgebiete
  • 602014 - Germanistik
Forschungscluster Kein Forschungscluster ausgewählt
Genderrelevanz Genderrelevanz nicht ausgewählt
Projektfokus
  • Science to Science (Qualitätsindikator: n.a.)
Klassifikationsraster der zugeordneten Organisationseinheiten:
Arbeitsgruppen Keine Arbeitsgruppe ausgewählt

Finanzierung

Keine Förderprogramme vorhanden

Kooperationen

Keine Kooperationspartner ausgewählt