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Die Geschichte der Alpen-Adria Friedensbewegung
Beschreibung: Das vorliegende Forschungsprojekt befasst sich mit den Friedensbewegungen im Alpen-Adria-Raum in den 1980er Jahren. Die 1980er Jahre waren die historisch wichtigste Periode für die internationale Friedensbewegung. Es war die Zeit, in der sich der Kalte Krieg immer stärker zuspitzte und die Beunruhigung über den Rüstungsverlauf der beiden Großmächte USA und Sowjetunion Massen von Menschen in Europa in Bewegung setzte. Das Projekt versteht sich als eine Retrospektive auf die geschichtlichen Vorgänge in den 1980er Jahren, die in der Bildung einer Friedensregion Alpen-Adria resultierten. Das Projekt steckt sich das Ziel die unterschiedlichen Entwicklungen der Friedensbewegungen in den 1980er Jahren in Italien, Slowenien und Österreich zu dokumentieren und zu analysieren. Retrospektiv kann festgehalten werden, dass die Friedensbewegungen im Alpen-Adria-Raum ansatzweise zur Auflösung der starren Blockkonfrontation in Europa und zu konkreten langfristigen Konfliktlösungsprojekten während der innerjugoslawischen Kriege in den 1990er Jahren beigetragen haben. Sie waren ein Paradebeispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa und ein regionalspezifischer Beitrag zur Völkerverständigung. Die Gemeinschaftsarbeit der Friedensbewegten in Kärnten, Friaul und Slowenien über Block- und Systemgrenzen hinweg war vorbildhaft für ganz Europa. Den Friedensbewegungen in Kärnten, Friaul und Slowenien ist es gelungen im historisch belasteten Alpen-Adria-Raum Feindbilder und Berührungsängste abzubauen und Vertrauen aufzubauen. In einer bipolaren Welt wurde der Alpen-Adria-Raum zum Ort interkultureller Begegnung. Hier wurden Brücken zwischen den Nationen geschlagen, interkultureller Dialog gelebt und Erfahrungsaustausch betrieben. Die Arbeit der Friedensbewegungen im Alpen-Adria-Raum hat maßgeblich zu einer vertrauensvollen Atmosphäre, die in eine Vertiefung der nachbarlichen Kontakte mündete, beigesteuert. Die Friedensbewegung führte zu Veränderungen der Gesellschaft und ihrer Institutionen. In den 1990-iger Jahren verlagerten sich die Zielsetzungen schwerpunktmäßig von der politischen auf die pädagogische Ebene. Es kam zu Neugründungen von autonomen Organisationen wie zum Beispiel dem friedenspolitischen Verein “Alpen-Adria-Alternativ“ und in Slowenien wurde das Friedensinstitut „Mirovni Inštitut“ gegründet . Darüber hinaus entwickelten sich Kooperationen der Länder der Alpen-Adria-Regionen in ökologischen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Belangen. Institutionalisierung und Professionalisierung der Friedensbewegung im Alpen-Adria-Raum auf unterschiedlichen Ebenen entstehen; in Klagenfurt wird im Jahr 2005 das Zentrum für Friedensforschung und Friedenserziehung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit den Schwerpunkten Friedensforschung- und Friedenserziehung installiert, Udine setzte diese Tradition mit der Implementierung des Friedenszentrums „Irene“ am 2. Oktober 2007 fort.
Schlagworte: Friedensbewegung, Geschichte des Alpen-Adria Raumes, Friedensforschung
Kurztitel: n.a.
Zeitraum: 01.02.2008 - 15.06.2008
Kontakt-Email: diana.radmann@gmx.at
Homepage: http://www.uni-klu.ac.at/frieden

MitarbeiterInnen

MitarbeiterInnen Funktion Zeitraum
Bettina Gruber (intern)
  • Projektleiter/in
  • 01.02.2008 - 15.06.2008

Kategorisierung

Projekttyp laufender Arbeitsschwerpunkt
Förderungstyp Sonstiger
Forschungstyp
  • Angewandte Forschung
Sachgebiete
  • 5103 - Friedensforschung (5408) *
  • 6522 - Zeitgeschichte *
Forschungscluster Kein Forschungscluster ausgewählt
Genderrelevanz Genderrelevanz nicht ausgewählt
Projektfokus
  • Science to Science (Qualitätsindikator: n.a.)
Klassifikationsraster der zugeordneten Organisationseinheiten:
Arbeitsgruppen Keine Arbeitsgruppe ausgewählt

Finanzierung

Keine Förderprogramme vorhanden

Kooperationen

Organisation Adresse
Universität Udine
Via Sondrio, 2/A
33100 Udine
Italien
Via Sondrio, 2/A
IT - 33100  Udine